Ein Teamevent ist dann besonders wertvoll, wenn es nicht nur Spaß macht, sondern nachhaltig wirkt. Unser Aufenthalt in Oberstdorf war von Anfang an als Arbeits- und Teamformat konzipiert. Es gab klare inhaltliche Ziele, feste Workshop-Zeiten und definierte Ergebnisse. Dabei durften die gemeinsamen Momente im Schnee nicht fehlen, denn sie haben das Event zu einem runden Gesamtkonzept gemacht.

Der Ortswechsel in die Berge diente dem Fokus: Abstand vom Tagesgeschäft sollte Raum schaffen für Reflexion, strategische Gespräche und intensive Zusammenarbeit – Dinge, die im Büroalltag oft zu kurz kommen.
Die Zeit auf der Piste war dabei ein bewusster Ausgleich nach intensiven Arbeitseinheiten. Genau diese Kombination hat das Teambuilding verstärkt und die Qualität unserer Zusammenarbeit spürbar erhöht.

Teambuilding in der Praxis
Ein zentraler Bestandteil des Teamevents war das bewusste gemeinsame Erleben außerhalb der Workshop-Zeiten. Genau diese gemeinsamen Erlebnisse haben unser Team auf die nächste Ebene gebracht.
Skifahren ist individuell und doch braucht es gegenseitige Rücksicht, Geduld und Unterstützung. Besonders ein Moment steht sinnbildlich für diese Tage – eigentlich sogar zwei.

Ben hat Selim beim Skifahren an die Hand genommen, ihm Sicherheit gegeben, Mut zugesprochen und ihn Schritt für Schritt begleitet. Diese Haltung hat sich noch an einer anderen Stelle gezeigt, die für mich sehr persönlich war.
Nach einem Sturz im letzten Jahr war für mich Snowboarden nicht mehr drin und ich bin auf Ski umgestiegen. Es gab Unsicherheiten und sehr viel Frust. Ben war auch hier da: ruhig, geduldig, ermutigend. Kein Druck, kein “Du musst”, sondern einfach Unterstützung im richtigen Moment.

Diese Situationen haben nochmal deutlich gemacht, was unser Team ausmacht. Unterstützung endet nicht bei fachlichen Themen oder Projekten. Sie zeigt sich genau dann, wenn es unbequem wird, auf der Piste genauso wie im Arbeitsalltag.

Und selbst dort, wo nicht alle auf Ski standen, war der Teamgedanke spürbar: Auch wenn Gino letztlich nicht gefahren ist, hat er uns begleitet, ist mittags mit auf den Berg gekommen und hat die Zeit bewusst mit uns verbracht. Das war alles andere als selbstverständlich und genau deshalb so wertvoll.

Wir haben bewusst am letzten Tag das Jahr geplant
Der Ablauf des Teamevents folgte einer klaren Struktur. Die ersten Tage standen im Zeichen von gemeinsamer Arbeit, Reflexion und thematischen Workshops. Inhalte konnten sich setzen, Perspektiven wurden ausgetauscht und gemeinsame Grundlagen geschaffen.
Die Jahresplanung fand bewusst am letzten Tag statt. Zu diesem Zeitpunkt waren alle inhaltlich abgeholt, zentrale Themen waren bereits diskutiert und das Team war auf einer gemeinsamen Ebene.
Diese Reihenfolge war entscheidend: Statt isolierter Planung entstand ein gemeinsames Verständnis davon, wo wir stehen und wohin wir wollen. Die Planung war damit kein formaler Termin, sondern der logische Abschluss intensiver inhaltlicher Arbeit.
Jahresplanung und Zielarbeit mit OKRs
Der inhaltliche Schwerpunkt des letzten Tages lag auf der strukturierten Jahresplanung. Für unsere Planung haben wir ein OKR-Board (Objectives & Key Results) genutzt. So wurde der Tag zu einem Praxisnahen Workshop mit klaren Ergebnissen. Ziele wurden gemeinsam formuliert, priorisiert und in messbare Ergebnisse übersetzt.
Kurz erklärt: Was sind OKRs?
OKRs sind eine Methode zur Zielsetzung, die aus zwei Ebenen besteht:
• Objectives: Qualitative, motivierende Ziele, die eine klare Richtung vorgeben.
• Key Results: Messbare Ergebnisse, die zeigen, ob das Ziel erreicht wurde.
Ein gutes Objective inspiriert. Gute Key Results machen Fortschritt sichtbar.
Unser OKR-Ansatz im Team
Gemeinsam haben wir:
• das vergangene Jahr reflektiert
• übergreifende Team-Ziele definiert
• pro Ziel konkrete, messbare Key Results festgelegt
• klare Verantwortlichkeiten abgeleitet
Das OKR-Board wurde dabei zum gemeinsamen Orientierungspunkt, zu welchem alle im Team jederzeit Zugriff haben. Jeder wusste am Ende:
• worauf wir uns fokussieren
• welchen Beitrag jede Person leistet
• wie Erfolg messbar wird
Darum hat diese Kombination so gut funktioniert
Die Verbindung aus Erlebnis, Reflexion und Struktur war entscheidend.
• Die gemeinsamen Tage haben Vertrauen geschaffen
• Die OKR-Methode hat Klarheit gebracht
• Das Umfeld hat ehrliche Gespräche ermöglicht
So entstand keine klassische Planung, sondern ein gemeinsames Commitment.
Persönliches Fazit
Für mich persönlich war dieses Event einer der wertvollsten Team-Momente der letzten Zeit und das ging früher los als gedacht.
Die Anreise nach Oberstdorf war alles andere als ideal. Die Deutsche Bahn wurde mal wieder vom Winter überrascht: Unser Zug fiel aus, wir verpassten den Anschluss und mussten am Ende viermal umsteigen.
Und trotzdem ist genau dort etwas Entscheidendes passiert: Niemand hat gemeckert, alle haben mit angepackt, Alternativen gesucht, Tickets gecheckt, die Stimmung hochgehalten. Irgendwann nach 22 Uhr saßen wir schließlich zusammen bei einer Pizza und haben die Ankunft gefeiert.

Dieser holprige Start hat mir gezeigt: Wir funktionieren nicht nur im Arbeitskontext gut, sondern auch im echten Leben. In Situationen, die man nicht planen kann. Genau das macht für mich ein starkes Team aus.
Ich bin mit dem Gefühl zurückgekommen, Teil eines Teams zu sein, das nicht nur zusammenarbeitet, sondern wirklich zusammenhält. Dieses Fundament macht es möglich, ambitionierte Ziele zu setzen und sie auch zu erreichen.

Zusammen wachsen: Im Schnee und im Alltag
Unser Besuch in Oberstdorf war kein klassisches Teamevent. Er war ein Raum für Entwicklung.
Wir sind als Team zurückgekommen, das:
• enger zusammenarbeitet
• klarere Ziele verfolgt
• Verantwortung bewusster übernimmt
Und vielleicht am wichtigsten: Wir haben erlebt, dass Zusammenhalt nicht nur im Büro entsteht, sondern überall dort, wo Menschen bereit sind, füreinander da zu sein.
Genau dieses Gefühl nehmen wir mit. In den Alltag, in unsere Arbeit und in alles, was als Team noch vor uns liegt.
